Politik und Gesellschaft

Politik und Gesellschaft

Sozialkunde ist das zentrale Fach der politischen Bildung der Jugendlichen, verfügt aber leider nur über je eine Unterrichtsstunde pro Woche in der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe. In der 10. Klasse werden die Grundzüge der politischen Ordnung Deutschlands vermittelt und die breite Palette der Mitwirkungsmöglichkeiten jedes Einzelnen in unserer demokratischen Gesellschaft aufgezeigt. Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern auch um die persönliche Wertorientierung. Exkursionen, v.a. unsere Studienfahrt nach Berlin, und Begegnungen mit Politikern sollen helfen, mündige und aktive Staatsbürger heranzubilden.

Die 11. Jahrgangsstufe dient zunächst der Auseinandersetzung mit sozialen Fragestellungen, wie etwa dem Wandel der Alters- und Familienstruktur, den verschiedenen Dimensionen der Ungleichheit oder der Gestaltung des Sozialstaats. In Anknüpfung und Vertiefung des in der 10. Klasse Gelernten wird dann die Bedeutung parlamentarischer oder präsidialer Formen der Demokratie beim Vergleich mit defekten Demokratien und Diktaturen in unserer Zeit besonders gut erkennbar.
Im dritten Jahr geht der Blick auf die Ebene der internationalen Politik: Die Funktionsweise der Europäischen Union, Ziele und Strategie der NATO und die Bedeutung der Vereinten Nationen sowie die Herausforderungen der Globalisierung werden thematisiert.

KombiKolloquium G.Sk Präsentation

Abiturprüfung im Fach Geschichte bzw. Geschichte/Sozialkunde

Vorbemerkung:

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die folgenden Angaben zu den Abiturprüfungen in Geschichte oder Geschichte/Sozialkunde ohne Gewähr sind. Somit behalten wir uns Irrtümer ausdrücklich vor. Es gilt ausschließlich das zum Zeitpunkt der Prüfung gültige Prüfungsrecht. Verbindliche Auskunft darüber erteilt nur der Prüfungsvorstand.

Allgemeines

  • Das Kombifach G/Sk ist Pflichtbelegungsfach für alle Halbjahre der Qualifikationsstufe
  • Die Abiturprüfung kann schriftlich oder mündlich abgelegt werden
  • Für die Abiturprüfung kann entweder eine reine Geschichtsprüfung oder eine kombinierte Aufgabe aus Geschichte + Sozialkunde gewählt werden

Die mündliche Abiturprüfung – Das Kolloquium

a) Geschichte

  • Die Kursleiter legen für jedes Halbjahr mehrere Themenbereiche fest und leiten diese an die Schüler weiter.
  • Die Prüflinge schließen ein Halbjahr aus Q 11 aus (11/1 oder 11/2).
  • Aus einem der drei übrigen Halbjahre wählen die Prüflinge einen Themenbereich als Schwerpunkt (z.B. Weimarer Republik aus 11/2). Ob die übrigen Themenbereiche dieses Halbjahres abgefragt werden, entscheidet der Kursleiter.
  • Aus den beiden übrigen Halbjahren können Fragen zu allen Themen gestellt werden.
  • am Prüfungstag erhält der Prüfling 30 Minuten vor Beginn der Prüfung ein Referatsthema aus seinem Schwerpunktbereich (z. B. Bedeutung des Versailler Vertrags). Die 30 Minuten dienen als Vorbereitungszeit.
  • In der Prüfung referiert der Prüfling zehn Minuten über sein Thema aus seinem Schwerpunkt, in der Regel erhält er/sie zusätzlich Material. In den anschließenden fünf Minuten sind weitere Fragen zum Schwerpunktthema zu beantworten.
  • In den übrigen 15 Minuten der Prüfung werden Fragen zu den beiden anderen Halbjahren gestellt (hier: 12/1 und 12/2).
  • Prüfung nur in G: zehn Minuten Referat + fünf Minuten weitere Fragen zum Schwerpunkt + 15 Minuten Prüfungen zu den verbleibenden beiden Halbjahren 12/1 und 12/2

b) Geschichte/Sozialkunde

  • Die Kursleiter legen für jedes Halbjahr mehrere Themenbereiche fest und leiten diese an die Schüler weiter. Die Themen sind eine Kombination aus Geschichte und Sozialkunde.
  • Die Prüflinge schließen -analog – ein Halbjahr aus Q11 und ein Halbjahr aus Q12 aus (Bsp. 11/1 G+Sk und 12/1 G+Sk – nicht möglich z. B. Ausschluss von 11/1 nur G oder 12/1 nur Sk)
  • Aus einem der zwei übrigen Halbjahre wählen die Prüflinge einen Themenbereich als Schwerpunkt. Die Auswahl der Fragen hängt davon ab, ob die Prüfung mit Referat in Geschichte (Variante A) oder mit Referat in Sk (Variante B) stattfindet.
  • am Prüfungstag erhält der Prüfling 30 Minuten vor Beginn der Prüfung ein Referatsthema aus seinem Schwerpunktbereich. Die 30 Minuten dienen als Vorbereitungszeit.
  • Der Ablauf der Prüfung hängt davon, ob der Prüfling sein Referat in Geschichte (Variante A) oder in Sozialkunde (Variante B) ablegen möchte. (Verhältnis Geschichte 2:1 Sozialkunde)

  1. Prüfungsteil 2. Prüfungsteil
Variante A 10-minütiges Referat im Fach Geschichte (Schwerpunktthema, z. B. Weimarer Republik) 5 Minuten Fragen über Inhalte des zweiten gewählten Ausbildungsabschnittes in Geschichte (z. B. 12/2).
  5-minütiges Prüfungsgespräch (inkl. Fragen zum Referat) zum Schwerpunkt in Geschichte. 10 Minuten Fragen über die beiden analogen Ausbildungsabschnitte (hier: 11/2 und 12/2 aus Sozialkunde
 
Variante B 10-minütiges Referat im Fach Sozialkunde (Thema hat fächerübergreifende Aspekte, z. B. Soziale Sicherheit). 15 Minuten Fragen nur aus Geschichte zu den gewählten Ausbildungsabschnitten,
  5-minütiges Prüfungsgespräch (inkl. Fragen zum Referat) zum Schwerpunkt (z. B. Soziale Sicherheit heute, in Stände- oder Industriegesellschaft) in Geschichte. soweit diese nicht bereits im 1. Prüfungsteil thematisiert wurden (hier z. B. 11/1 und 12/1)



→Prüfung in G/Sk mit Schwerpunkt aus G,  z. B.: Thema 1 (
Ursachen des Scheiterns der Weimarer Republik): 10 Minuten Referat + 5 Minuten Zusatzfragen zum Schwerpunktthema, dann 5 Minuten Fragen zu Geschichte aus 12/2 + 10 Minuten Fragen zu Sozialkunde aus 11/2 und 12/2

→Prüfung in G/Sk mit Schwerpunkt aus Sk: z. B.: 12/2 Thema 1 (Entstehung von UNO und NATO und ihre heutige Rolle in der Weltpolitik): 10 Minuten Referat  + 5 Minuten  Prüfungsgespräch zum Schwerpunktthema, danach 15 Minuten Fragen nur aus Geschichte, sowohl aus 11/2 als auch 12/2

Projekttage 2018 – Wir leben Demokratie!


Eine demokratische Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass demokratische Werte und Prinzipien auch im Alltag gelebt werden, und das beginnt im zwischenmenschlichen Miteinander, z. B. im Klassenzimmer. Genau dies war der Leitgedanke unserer diesjährigen Projekttage: Am 20. und 21. Februar 2018 konnten unsere Schülerinnen und Schüler fächer- und klassenübergreifend aus einem breiten Angebot von Projekten zum Thema „Wir leben Demokratie“ wählen, die von den Lehrkräften des GMM und einigen engagierten Eltern zu einer Vielzahl von Themen konzipiert worden waren.

Schüler der Unter- und Mittelstufe erforschten dabei die Entstehung der Demokratie von der Antike bis heute. Die Ausstellung der Ergebnisse zeigte deutlich, dass es in einer Demokratie nicht nur um die starke Mehrheit geht, sondern dass auch Minderheiten der ganz besonderen Aufmerksamkeit, Empathie und Wertschätzung bedürfen. So gab es Ausstellungszimmer zum Thema Frauenemanzipation, Homosexualität, Antisemitismus, Leben mit Handicaps usw. Fleißig wurde hier recherchiert, Umfragen wurden durchgeführt und ausgewertet und interaktive Aufgaben erstellt, die zum Nachdenken anregen sollten. Wie Minderheiten sich durch improvisiertes Theater Gehör verschaffen können und wie durch Theater auch gesellschaftliche Muster hinterfragt und Vorurteile abgebaut werden können, wurde beim Forumtheater-Workshop erfahrbar. Die Schülerinnen und Schüler scheuten auch nicht davor zurück, eine improvisierte Streitszene im Schulhausgang eskalieren zu lassen, um später den Zuschauern ihr Verhalten in der Situation spiegeln zu können. Eine weitere Theateraufführung nahm die Zuschauer mit in die Welt des „Kleinen Prinzen“ und regte so zum Nachdenken über das Miteinander von Menschen und Tieren an. Dass Musik Menschen in einer Demokratie zusammenbringen kann, wurde am Beispiel des West-Eastern-Diva-Orchestra gezeigt. Auch künstlerisch betätigen konnte man sich, z. B. im Rahmen der „Little-Art-Org“ im Lenbachhaus, wo Demokratie in all ihren Facetten gemalt wurde, oder in einem Videoworkshop, dessen Ergebnis eine Installation zu unserem Grundgesetz war. Während sich manche auf die Ebene der Politik begaben und über aktuelle Themen wie z. B. die 3. Startbahn in München diskutierten, über die Einflussmöglichkeiten im Rahmen politischer Prozesse informierten, sich im Q12-Planspiel ein tieferes Verständnis des Nahost-Konflikts erarbeiteten oder aber ein Gerichtsverfahren live miterleben durften, entwarf eine Gruppe engagierter Schüler und Schülerinnen ein Konzept für mehr Demokratie an unserer Schule. Inspiration holte sich eine weitere Gruppe beim Besuch des „Wagenplatzes“, einer Kommune, durch die sie basisdemokratische Lebensentwürfe kennenlernten. Die Medien als essentielles Meinungsbildungs- und Partizipationsmedium spielten auch eine wichtige Rolle: Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe verglichen die Darstellung von Mächtigen in Politik und Gesellschaft von Caesar bis Donald Trump und Angela Merkel und ließen von den Besuchern der Ausstellung den Schüler oder die Schülerin des Jahres wählen. Sie beschäftigten sich mit Pressefreiheit, Fake News und dem Datenschutz und wurden selbst aktiv, indem sie eine eigene Radiosendung sowie eine Sonderausgabe der Schülerzeitung zu den Projekttagen gestalteten.

Nicht nur in den Sozialen Medien, sondern auch im täglichen Miteinander sind Kompromissbereitschaft und Sprachsensibilität die Voraussetzung für einen friedlichen und konstruktiven Umgang. Dies wurde im Rahmen eines Workshops sowie bei Abenteuerspielen, beim „Zammgrauft“-Training der fünften Klassen und bei Fairness- und Kooperationsspielen deutlich. Dass unsere Schulgemeinschaft sich kunterbunt aus verschiedenen Kulturen zusammensetzt, haben uns einige Sechst- und Siebtklässler erfahren lassen, indem sie Snacks aus verschiedenen Ursprungsländern zubereiteten und verkauften. Die Einnahmen gingen an einen wohltätigen Zweck. Toleranz und Wertschätzung sind in einer so bunten Gemeinschaft ganz zentral und so ist es besonders schön, dass sich eine Reihe motivierter Schüler und Schülerinnen zu Toleranztrainer bzw. Toleranztrainerinnen ausbilden ließen. Und nicht nur auf diese Weise haben Schülerinnen und Schüler Engagement gezeigt und Verantwortung übernommen: Es wurden erste Ideen für ein Mülltrennungskonzept für das GMM gesammelt und teilweise umgesetzt, und unter dem Motto „Sei keine Flasche – Spende dein Pfand“ wurden Pfandflaschencontainer kreativ gestaltet und aufgestellt. So soll das Leben an unserer Schule Schritt für Schritt nachhaltiger werden. Auf das Thema Nachhaltigkeit machten auch mehrere Gruppen aufmerksam, die sich intensiv mit erneuerbaren Energien, dem knappen Gut Wasser oder der Umweltverschmutzung auseinandergesetzt haben. Bunte Stofftaschen und organisch/vegan hergestellte Badekugeln wurden mit viel Freude bereitet und später verkauft, um die Besucher der Nachmittagsausstellung anzuregen, selbst mehr Verantwortung in unserer Demokratie zu übernehmen.

Zum Abschluss der Projektarbeit hatten die Eltern am Mittwochnachmittag die Gelegenheit, sich ein Bild von dem breiten Projektangebot zu machen. Dabei wurden sie von der Q11 und dem Elternbeirat mit Getränken und leckeren Snacks versorgt. Besonders gefreut hat die Schülerinnen und Schüler dann auch die Einladung des Ministeriums zur Preisverleihung des Bayerischen Innovationspreises Ehrenamt 2018 als Aufmerksamkeit für das Engagement während und auch außerhalb der Projekttage. Dort konnten einige besonders engagierte Schüler und Schülerinnen sowie Kollegen und Kolleginnen unserer Schule neue Ideen für zukünftige Projekte sammeln. Alles in allem waren die Projekttage durch das große Engagement der gesamten Schulfamilie ein echter Erfolg!


Judith Barkowski und Sabine Müller

für das Projekttage-Team




Jahresmotto „Demokratie“ – Jeder ist gefordert!

„Demokratie? Das heißt, dass man wählen darf!“ So oder so ähnlich würde wohl die Antwort vieler Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ausfallen. Aber ist das wirklich alles? Tatsächlich wäre unsere Demokratie um einiges ärmer, wenn sie sich im turnusmäßigen, pflichtschuldigen Gang zur Wahlurne erschöpfen würde.

Um den Kindern und Jugendlichen aber zu verdeutlichen, dass sich hinter dem großen Schlagwort „Demokratie“ auch Werte und Normen wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte, Toleranz, Minderheitenschutz, soziale Fürsorge oder ökologische Nachhaltigkeit verstecken, wurde das Schuljahr 2017/18 am GMM unter das Motto „Demokratie“ gestellt. Auf diese Weise wollten wir erfahrbar machen, dass die Erhaltung demokratischer Strukturen eine Sache ist, die die aktive Teilnahme jedes Einzelnen erfordert und es mit Fragen wie „Was geht mich das an?“ oder „Was kann ich alleine schon ändern?“ nicht getan ist.

Nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler selbst zeigten durch einige Ereignisse der letzten Jahre ein verstärktes Interesse an politischen Prozessen. Hier sind natürlich in erster Linie die Präsidentschaftswahlen in den USA und der „Brexit“ zu nennen, die auch am GMM als Zäsuren wahrgenommen wurden. Aber auch Themen wie die Bundestagswahl 2017, der Bürgerkrieg in Syrien, die weltweiten Flucht- und Migrationsbewegungen, der globale Terrorismus oder der Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland und Europa sind im Bewusstsein der Jugendlichen vorhanden und führten zu Fragen und Diskussionen im Schulalltag. Und natürlich zeigten sich die Auswirkungen der Politik auch unmittelbar am GMM, als über die Weiterverwendung der Container auf dem Schulgelände diskutiert wurde und sich die Schulgemeinschaft, gerade die SMV, stark engagierte und einen Teilerfolg errang.

Gerade angesichts dieser spürbaren Neugier sollten die Schülerinnen und Schüler mithilfe verschiedenster Projekte, Exkursionen und Aktionen verstehen, was ein demokratisches Zusammenleben ausmacht. Als Highlight sind sicherlich die Projekttage zu sehen, die zu einer nachhaltigen, vertieften Auseinandersetzung mit einem selbst gewählten Thema einluden. Einen Überblick über einige Aktionen liefern die nächsten Seiten. Wir hoffen, dass das Aufgreifen dieses Themas, das wir auch immer wieder im Schulhaus durch Plakate oder aktuelle Nachrichten sichtbar machen wollten, ein wenig dazu beitragen konnte, das Engagement und das Bewusstsein über die eigenen Möglichkeiten in der Demokratie zu stärken.

Sebastian Grüner

für den AK Demokratie (mit Judith Barkowski, Florian Bittermann und Judith Bruniecki)

Bundestagswahl am GMM

Am heutigen Donnerstag, den 21.09.2017, konnten bei uns am GMM die Schüler der 10. Jahrgangsstufe sowie der Q11/12 im Rahmen der am Sonntag, den 24.09.2017, bevorstehenden Bundestagswahl selbst zwei Stimmen abgeben. Da die meisten Schüler noch nicht volljährig und damit auch nicht wahlberechtigt sind, fand diese Wahl nur schulintern statt und zählte natürlich nicht zu dem Ergebnis der eigentlichen Wahl dazu. Sie sollte vielmehr das politische Interesse der Schüler wecken sowie aufzeigen, durch welche Parteien sich Jugendliche des GMM am besten vertreten fühlen.

Für einen reibungslosen Ablauf der Wahl sorgten neben Herrn Bittermann, Herrn Grüner und Frau Bruniecki auch Teilnehmer des Profilfachs „Politik und Zeitgeschichte“. Diese waren als Wahlhelfer in unterschiedliche Schichten eingeteilt. Ich für meinen Teil war der dritten und siebten Unterrichtstunde zugeteilt. Die Organisation ist uns gut gelungen, da durch das Verteilen der Aufgaben auf mehrere Schüler und Schülerinnen ein zügiger Ablauf gewährleistet werden konnte. Während nämlich eine Person darauf achtete, dass nicht zu viele Wähler gleichzeitig den Raum betraten und eine zweite den jeweiligen Namen abhakte, verteilte eine dritte die Wahlzettel und die restlichen beiden Helfer übernahmen die Kontrolle der Urne. Sehr hilfreich war es auch, dass die Klassen bzw. Kurse gestaffelt, nach einem festen Plan über den ganzen Tag verteilt kamen, so dass nicht zu viele auf einmal anwesend waren.

Auffällig war aber, dass einerseits viele Schülerinnen und Schüler mit der notwendigen Ernsthaftigkeit an die Sache herangingen und so versuchten aus Überzeugung zu wählen, während andererseits einige auch deutliches Desinteresse zeigten. Somit darf man etlichen Stimmen nicht allzu viel Bedeutung zuschreiben. Beispielsweise wurde „Die Partei“ überdurchschnittlich oft gewählt.

Durch gute Vorarbeit in den Pausen mussten wir in der siebten Stunde nicht mehr allzu viele Stimmen auszählen und konnten deshalb schon die Wahlbeteiligung ausrechnen, welche bei hohen 86,8 Prozent lag, was natürlich auch dem Umstand geschuldet war, dass die Klassen immer geschlossen mit dem Lehrer kamen.

Die genaue Verteilung des Bundestages in unserer simulierten Wahl am GMM sah folgendermaßen aus: Die CDU/CSU kam auf rund 32% der Stimmen, dicht gefolgt von den Grünen mit 31%. Die SPD erhielt nur ca. 19%, die FDP ca. 10% der Stimmen. „Die Partei“ erzielte 8%. Da es sich bei dieser Partei um eine Satire-Partei handelt, befinden sich unter ihrem Stimmanteil sicherlich viele unseriöse und nicht ganz ernsthafte Stimmabgaben. Es zeigt aber auch, dass deren Witze über die deutsche Politik bei Jugendlichen sehr gut ankommen. Die CDU/CSU sowie die FDP erzielten fast exakt dieselben Ergebnisse wie bei der echten Bundestagswahl. Die Grünen dagegen erreichten ein viel besseres Resultat, woraus man auf ein im Vergleich zu älteren Generationen größeres Umweltbewusstsein der jugendlichen Wähler am GMM schließen kann. Hier wäre sogar eine Koalition nur von Union und den Grünen möglich gewesen, welche, wie man im Zuge der Jamaika-Verhandlungen gesehen hat, auch realisierbar gewesen wäre. Auffällig ist zudem, dass bei der Wahl am GMM sowohl die AfD als auch die Linke gar nicht im Bundestag vertreten wären. Offensichtlich sind die Schüler des GMM also weder für sehr linke noch, und dies erscheint mir besonders wichtig, für sehr rechte Positionen zu gewinnen, was meiner Ansicht nach ein sehr positives Signal ist.

Peter Thomas

 

Verleihung des Bayerischen Innovationspreises 2018


„Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft“

Am Dienstag, den 13.3.2018, ist im Hubertussaal des Schlosses Nymphenburg der Bayerische Innovationspreis für außerordentliches ehrenamtliches Engagement vom Sozialministerium verliehen worden. Hierbei war auch eine Delegation von Lehrern, bestehend aus Frau Barkowski, Frau Winkler, Herrn Grüner und Herrn Langhuth, und Schülern des GMM aufgrund des großen Engagements unserer Schule rund um das Thema Demokratie als Gäste zu der Veranstaltung eingeladen.

Es wurden in der Kategorie „Ideen“ fünf Preisträger mit jeweils 3.000 und sechs Preisträger in der Kategorie „Projekte“ mit jeweils 10.000 € prämiert. Entschieden haben insgesamt 22 Jury Mitglieder, darunter der Staatssekretär Johannes Hintersberger, Abgeordnete verschiedener Fraktionen des Bayerischen Landtags sowie Vertreter unterschiedlicher anderer Institutionen. Außerdem wurden die erst im Februar 2018 gegründete „Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern“ und ihre Ziele vorgestellt. Sie soll „aktives bürgerliches Engagement in allen Gesellschaftsbereichen“ mit Hilfe von Spenden und in Zusammenarbeit zum Beispiel mit Stiftungen und Organisationen fördern.

 

„Demokratie stärken, mitmachen und teilhaben“

Dafür brauche man Zivilcourage, Heimatliebe und Engagement, so die Staatsministerin und Gastgeberin Emilia Müller. Begrüßt wurden die Preisträger und Gäste durch Melitta Varlam, welche auch den restlichen Abend moderierte. Sie betonte die Bedeutung des Ehrenamtes in der Demokratie. Dies hob auch Emilia Müller in ihrer darauffolgenden Begrüßungsrede hervor: Ehrenamtliches Engagement sei der Kitt in unserer Gesellschaft, so die Staatsministerin.

Daraufhin wurde eine Preisträgerin von 2016 zu ihrem Projekt befragt, welches sich als Erfolg herausgestellt habe. Auch diskutierten drei junge Erwachsene, allesamt erfolgreiche Teilnehmer des Formats „Jugend debattiert“, über die Bedeutung der Demokratie heute.

 

Innovativ, gemeinnützig, vorbildlich, praktikabel

Diese Kriterien sollten die ausgezeichneten Ideen und Projekte erfüllen. Ziele der prämierten Ideen beinhalteten unter anderem die Beteiligung und Mitentscheidung von jungen Menschen, eine regional beschränkte, kostenfreie Onlinetauschplattform, die Bindung mehr Menschen ans Ehrenamt sowie die besser strukturierte Organisation und Beteiligung von Flüchtlingen.

Auch das Spektrum der sechs besten Projekte ist breit: Von der Einbindung von Menschen mit Behinderung in das Ehrenamt über pantomimische Kurzfilme zu unseren Grundrechten bis hin zu einer schulübergreifenden Jugendzeitung war alles dabei. Alle Projekte wurden anhand von Vorstellungsvideos kurz präsentiert.

Entspannte Atmosphäre bei Swingmusik

Auffallend war allerdings, dass es einer der an einem der Projekte beteiligten Frau im Rollstuhl nicht möglich war, die Bühne ungehindert zu betreten, da diese nicht barrierefrei gestaltet war.

Ansonsten war die Stimmung stets locker, wofür auch die Swingband „Monaco Swing“, welche die Pausen untermalte, verantwortlich war. Der anschließende Stehempfang mit Getränken und kleinen Häppchen rundete den Abend angemessen ab.

Michaela Kiening
Clemens Haase

Podiumsdiskussion zwischen Bundestags- und Landtagswahl

Vertreter der Jugendorganisationen verschiedener Parteien diskutieren mit der Oberstufe am GMM

Podiumsdisskusion

11d gewinnt Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung mit Beitrag zur „Stadtbild“-Aussage

Die Klasse 11d hat erfolgreich an einem politischen Wettbewerb teilgenommen. Im Rahmen des Projekts erstellten die Schülerinnen und Schüler ein Video zur Aussage des CDU-Politikers Friedrich Merz über das Stadtbild. Dabei setzten sie sich nicht nur kreativ und kritisch mit dieser speziellen Aussage, sondern grundsätzlich mit der Wirkung von Sprache in der politischen Diskussion und für die Gesellschaft auseinander.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Landtagsabgeordneten Konrad Baur (CSU) an der Schule. In einem offenen Gespräch konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen und mit ihm über Politik und aktuelle Themen diskutieren. Außerdem erhielten einige von ihnen die Gelegenheit, Dr. Alexander Dietrich (MdL, CSU) im Bayerischen Landtag zu besuchen und einen Einblick in die politische Arbeit zu bekommen.

Der Einsatz der Schülerinnen und Schüler wurde schließlich belohnt: Das Video überzeugte die Jury und die Klasse gewann den Wettbewerb, der mit einem Preisgeld von 250 Euro dotiert ist.

Emilia Msechu und Elsa Büchl

Hier kann man sich das Video anschauen.

Projekt der Klasse 11b in PuG mit Geldpreis ausgezeichnet

Für den Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung hatte die Klasse 11b den folgenden Beitrag eingereicht. Spielen Sie mit!

Thema ,,Atomkraft ja oder nein – Welcher Weg ist der bessere?“

Bericht über den Besuch der Bayerischen Staatskanzlei und des Staatsministeriums für Arbeit, Familien, Frauen und Soziales (StMAS) der Klasse 10a am 7.3.2018

Am 7.3.2018 besuchten wir, die Klasse 10a, im Rahmen des Projektes „Lernort Staatsregierung“ die Staatskanzlei und das Staatsministerium für Arbeit, Familien und Soziales (StMAS).

Am Morgen vor unserem Besuch besprachen wir gemeinsam mit den begleitenden Lehrkräften Frau Hafner und Frau Fielk die Ergebnisse unserer in den Stunden zuvor durchgeführten Recherchen zu den Themen „Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau“ sowie „Jugendschutz“, die Teil unseres Überthemas „Familie und Arbeit“ waren, um mit entsprechendem Vorkenntnissen für die Vorträge ausgestattet zu sein. Danach fuhren wir zum StMAS, wo wir zuerst über die Struktur und Arbeit des Ministeriums informiert wurden. Anschließend hörten wir einen Vortrag zur Genderproblematik, wobei wir unter anderem Informationen über die Situation von Frauen in der Arbeitswelt erhielten. Nach einer langen Diskussion unter uns Schülern und der Referentin kam dann überraschenderweise der Amtschef Herr Höhenberger zu uns und hielt einen kurzen Vortrag. Dort sprach er über die aktuelle Regierungssituation in Bayern (Rücktritt Seehofers) und forderte uns auf, als zukünftige Wähler die Demokratie zu schätzen und zu bewahren. Danach statteten wir dem Büro der damaligen Staatsministerin Frau Emilia Müller einen Besuch ab, bei dem wir kurz und bündig über ihre Arbeit informiert wurden.

Zur Mittagszeit wurden wir durch die Landeszentrale für politische Bildung in der hauseigenen Kantine zum Essen eingeladen.

Im Anschluss an das Mittagsessen fuhren wir zur Staatskanzlei. Nach einem Sicherheitscheck wie am Flughafen duften wir auch alle eintreten und wurden zuerst in die Orangerie geführt, dem Teil der Staatskanzlei, der wie ein Gewächshaus aussieht. Danach ging es weiter in den Presseraum und von dort zum Schluss noch in die Haupthalle des alten Armeemuseums, dem alten Teil der Staatskanzlei. Zur Enttäuschung aller konnten wir nicht ins Büro des Ministerpräsidenten schauen, was jedoch verständlich war, da viele Gespräche zur neuen Regierung geführt werden mussten.

Insgesamt war es ein gelungener und interessanter Tag für uns alle, weil wir vieles über die Arbeit in einem Ministerium lernen und einen Einblick in die Regierungszentrale des Freistaates Bayern erhalten konnten.

Bedanken wollen wir uns abschließend bei der Organisation des ganzen Tages durch Frau Lauterbach sowie bei den begleitenden Lehrkräften Frau Hafner und Frau Fielk.

 

 

Kevin Wenger, Q11